1
Schale
China, Ming-Zeit, 15./16. Jh.

Guri-Lack
Höhe 5,5 cm
Durchmesser 10,5 cm
Durchmesser Standring 6,2 cm

aus der Sammlung Carl Cords, Zoppot; Schenkung 1943
Inv. Nr. 11241

Schale mit leicht nach oben gezogenem Standring. Steil geschweifte Wandung. Lippe abgesetzt und nach außen leicht ausgezogen. Als Muster gegenständige Spiralornamente. Im Inneren versilbertes Blech, auch unter dem Standring. In das Blech des Standrings ist ein Kreuz eingeritzt, außerdem das chinesische Zeichen für die Zahl 5.

2
Schale
China, Qing-Zeit, Kangxi-Perio

Höhe 8 cm
Durchmesser 16,7 cm
Durchmesser Standring 8,5 cm

Ankauf 1977
Inv. Nr. 13735

Schale mit in der Mitte eingezogenem Standring, Absetzung zur Wandung, die vergleichsweise steil ansteigt, zur Lippe hin nur leicht geschweift. Lippe zweifach abgesetzt. Bedeckt mit eckigem "Schildkrötenschale"-Motiv. Boden und Schaleninneres versilbertes Bronzeblech.

3
Teller
China, Ming-Zeit

Höhe 1,8 cm
Durchmesser 15,8 cm

Ankauf 1977
Inv. Nr. 13737

Sechspaßförmiger Teller. Als Dekor Kurvenornamente (ruyi-heads), den Teller voll ausfüllend. Die einzelnen Dekorelemente sind mit einer feinen schwarzen Linie umrandet, die den Anschein einer dazwischenliegenden Schwarzlackschicht geben soll. Auf der Außenseite der Wandung Spiralornamente. Unter dem Boden Braunlack, verschiedentlich gerissen.

4
Deckeldose
China, Ming-Zeit, 1. Hälfte 15. Jahrhundert

Roter Schnitzlack
Höhe 4 cm
Durchmesser 12 cm

aus der Sammlung Carl Cords, Zoppot; Schenkung 1943
Inv. Nr. 11279

Unter dem Boden Inschrift in Rotlack, die möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt aufgebracht worden ist. Text der Inschrift: "Da Ming Xuande nianzhi" (Große Ming-Dynastie, gefertigt in der Ära Xuande, 1426-35)."
Kleine runde Deckeldose, Deckel und Unterteil etwa gleich groß. Im Spiegel ein "All-over"-Dekor von fünf Päonien mit Stengel, Blattwerk und Knospen. Jede Blüte ist unterschiedlich gestaltet. Spiegel und Seitenwand sind durch ein glattes Band abgetrennt. Auf der Seitenwandung des Deckels Blumen der vier Jahreszeiten: Pflaume, Lotos, Päonie, Chrysantheme (von rechts nach links laufend). Im unteren Teil Päonien und Chrysanthemen im paarigen Wechsel. Auf zwei Chrysanthemen folgen vier identische Päonienpaare, jeweils nach unten und nach oben schauend. Darauf folgen zwei weitere Päonien, bei denen beiden die Staubgefäße und der Blütenstempel nicht zu sehen sind. Sehr weicher, sorgfältiger Schnitt. Trotz der eventuell nicht originalen Signatur ein Stück des 15. Jahrhunderts.

5
Ruyi-Szepter
China, Ming-Zeit, Wanli-Periode

Roter Schnitzlack Länge 38 cm

aus der Sammlung Carl Cords, Zoppot; Schenkung 1943
Inv. Nr. 11278

Szepter in Ruyi-Form. Auf dem vierpaßförmigen Oberteil ein Dienerknabe mit einer Miniaturlandschaft in der Hand. Wahrscheinlich handelt es sich dabei nicht um einen Chinesen. Der Baum ist vermutlich als ein Wutong-Baum zu identifizieren. Auf dem Hals in Medaillons oben und unten je ein Kranich. Im Zentrum ein Hirsch mit Bambus sowie Wutong. An der unteren Spitze, Narzisse und Fledermaus. Auf der Rückseite buddhistische Swastika und Blüten in Rhombenform.

6
Tischchen
China, Ming-/Qing-Zeit, 17. Jahrhundert

Roter Schnitzlack
Höhe 14,3 cm
Platte 38,2 x 25,7 cm

Ankauf 1977 aus Mitteln der Adolf und Luisa Haeuser-Stiftung; Kunsthandlung Gross, Wiesbaden
Inv. Nr. H.St.38

Tischchen mit geschweiften Füßen, Seiten wellenförmig ausgeschnitten, abgesetzt von der Platte. An der Seite der Deckenplatte gedrungener falscher Mäander. Auf der Tischplatte, die Fläche vollkommen ausfüllend, ein Dekor von zwei Phönixen und Päonien. Die beiden Vögel sind symmetrisch zueinander angeordnet und umschließen eine Päonie. Die Blumen wachsen aus einem Felsen im Zentrum der Darstellung. An den Seiten und auf den Beinen, ineinander übergehend, ebenfalls jeweils symmetrisch von der Mitte ausgehende Päonien.

7
Tisch
China, Qing-Zeit, 18. Jahrhundert

Roter Schnitzlack
Höhe 73 cm
Durchmesser 93,5 cm

Ankauf 1977 aus Mitteln der Adolf und Luisa Haeuser-Stiftung; Kunsthandlung Gross, Wiesbaden
Inv. Nr. H.St.39

Runder Tisch mit Balusterfuß und sechseckigem Stand. Tischplatte in drei Dekorzonen mit stilisiertem Blattwerk und Blüten (Päonien - Chrysanthemen). Mittlere Zone durch einen Streifen abgetrennt, in vier Reserven je zwei Drachen, auf dem äußeren Dekorstreifen "lattice-work", auf den Zwischenräumen der Reserven Drachen sowie achtzipflige Blüte in Art einer Päonie. Auf dem Balusterfuß in sechs Reserven verschiedene Blumen, auf der Mitte sechs Reserven mit Literaten in Landschaft. Auf dem Fußteil Reserven mit Päonien auf Felsen, verschiedene ornamentale Blüten in verschiedenen Zonen. Unter der Tischplatte Schwarzlack, unter dem Fuß Schwarzlack. Tischplatte herausnehmbar. Europäische Form, vielleicht für den Export nach Europa.

8
Deckeldose
China, Qing-Zeit, 18. Jahrhundert

Roter Schnitzlack
Höhe 3,9 cm
Durchmesser 11,3 cm

aus der Sammlung Carl Cords, Zoppot; Schenkung 1943
Inv. Nr. 11280

16-fach gelappte Deckeldose. Unter- und Oberteil jeweils gleich hoch. Auf der Oberseite ein Muschelhorn mit geometrischen Mustern, umschlungen von einem flatternden Band. Als Grund Wellenmotiv zu Wirbelkreisen ornamental zusammengefügt. Die Seiten sind jeweils mit einem Blütenband (Päonie, Chrysantheme, Lotos) geschmückt.

9
Deckeldose
China, Qing-Zeit, Qianlong-Periode

Roter Schnitzlack
Höhe 21 cm
Durchmesser 29 cm
Durchmesser: Standring 18,5 cm

Ankauf 1977 aus Mitteln der Adolf und Luisa Haeuser-Stiftung; Kunsthandlung Gross, Wiesbaden
Inv. Nr. H.St.40

Dose in Form einer oben abgeplatteten Kugel auf einem Standring mit falschem Mäander. Unterer und oberer Teil fortlaufend mit spielenden Drachen in Wellen bedeckt. 4 Drachen im unteren, 5 Drachen im oberen Teil der Deckeldose.

10
Deckeldose
Ryûkyû oder Japan, 18. Jahrhundert

Lack mit Reliefauflage
Höhe 9,5 cm

aus der Sammlung Carl Cords, Zoppot; Schenkung 1943
Inv. Nr. 11215

Fünfpaßförmige Dose in Form einer Pflaumenblüte. Gerade Wandung, auf der Deckeloberseite im Zentrum Medaillon von glückbringendem Pfirsich, Buddha-Hand-Frucht und Granatapfel zusammen mit Granatapfelblüten. Die Ausbuchtungen der Fünfpaßform mit Lotosblüten ausgefüllt, ebenso auf den Seiten und im unteren Teil. An den Stellen, an denen der Deckel mit dem Unterteil zusammentrifft, läßt sich ein Pflanzenelement rekonstruieren. Im Inneren ein kleines Tablett mit Pflaumenblütenbaum und zwei Schmetterlingen. Vermutlich fehlt ein Einsatzteil, da sich der Dekor an den Seiten nicht vollständig ergänzt.

11
Deckeldose
China, Qing-Zeit, 17.- 18. Jahrhundert

Rotlack mit Goldgravur und farbigem Lack
Höhe 16,5 cm
Durchmesser 40,5 cm

Ankauf 1977
Inv. Nr. 13820

Achtfach gelappte große Deckeldose. Auf der Oberseite eine aus mehreren Lotosblüten zusammengefügte Blüte in Medaillonform, die von Ruyi-Formen von der äußeren Dekorzone abgesetzt wird. Diese äußere Dekorzone zeigt "Gitterwerk", ornamentale Lotosblüten und Fledermäuse, abgesetzt mit falschem Mäander zur Wandung. An den Seiten der blütenförmigen Lappung jeweils eine Päonie, umgeben von Gitterwerk. Deckel und Unterseite durch ein Ornament mit lanzettförmigen und halben Blüten abgesetzt. Die Seitenwände des oberen und unteren Teiles sind identisch im Dekor.

12
Ein Paar Tischstellschirme
China, Qing-Zeit, frühes 18. Jahrhundert

Brauner Lack, Koromandel-Technik, geschnitten und bemalt
Höhe 22,7 cm
Breite 13 cm

aus der Sammlung Carl Cords, Zoppot; Schenkung 1943
Inv. Nr. 11282, 11283

Auf der Vorderseite der rechteckigen Platten Darstellung mit Personen, 11282 zeigt einen Würdenträger mit einem Diener in einem Garten vor einem Kiefernbaum. 11283: Zwei Würdenträger mit Rangabzeichen auf einem Steg unter einer Trauerweide. Im oberen Teil der Platte erscheint ein Palast in Woklken. Beide Darstellungen beziehen sich offenkundig aufeinander. Der Würdenträger der linken Platte zeigt mit dem Finger auf den Palast in den Wolken der rechten Platte. Nicht zu identifizieren ist ein rechteckiger Gegenstand, den der Diener in ein Tuch gehüllt unter seinem Arm trägt. Auf der Rückseite beider Platten jeweils eine Landschaft, umrahmt von Lotos in Reserven und Schildkrötenmuster. Vielleicht Darstellung mit dem Palast der Xiwangmu.

13
Kasten
China, 1596 (1657), 33. zyklisches Jahr

Lackmalerei mit Flechtwerk "Kanton-Lack"
Maße: 14,5 x 27,5 x 47 cm

Aus der Sammlung Carl Cords, Zoppot; Schenkung 1943
Inv. Nr. 11208

Rechteckiger Kasten mit gerade aufsteigendem Stand, geschweift, ausgeschnitten, bemalt mit Blumen, geometrischen Ornamenten und Glückssymbolen. Seitenwände langgezogene Vierpaßformen mit Bambusgeflecht. Oberseite Platte abgesetzt. Inmitten einer Seelandschaft liegt ein Berg mit einem Kloster. Rechts und links auf den Inseln Befestigungen. Im Vordergrund links Häuser und Boote am Strand, im Vordergrund rechts ein Eingangstor, vielleicht ein Hafentor. Auf dem See zahlreiche Boote mit vielen Menschen. Rechts der bergigen Insel mit dem Kloster ein Gedicht:
„Wir machen Station (bleiben über Nacht) im Tempel auf dem Jinshan (Jinshansi-Goldberg-Tempel) und wandern umher Im Tal drunten fließt klar das Wasser, Als der Priester zurückkehrt, bleiben wir und meditieren für Tage und Monate. Die Founao-Halle liegt in den Wolken. Zu Beginn des Winters des 33. zyklischen Jahres." Signiert 33. zyklisches Jahr, was entweder 1596 oder 1657 bedeuten könnte.

14
Deckelkasten
China, 1634 (1694), 11. zyklisches Jahr

Schwarz- und Rotlack mit Flechtwerk "Kanton-Lack"
Höhe 23 cm
Durchmesser Oberseite Deckel 16,5 cm
Durchmesser breiteste Stelle: 23,7 cm
Durchmesser Fuß: 14,6 cm

aus der Sammlung Dr. E.A. Voretzsch, Ankauf 1959
Inv. Nr. 12768

Achtseitiger Deckelkasten, kantig abgesetzter Fuß, schräg ansteigender Teil der Wandung, in leichter Schwingung nach außen führend, so daß dann der mittlere Teil kastenartig hervortritt. Die Form wiederholt sich im Oberteil. Dadurch wird die Mitte des Gefäßes besonders betont. Abgesetzte Oberseite mit achtpaßförmigem Blütenornament mit ausgezogenen Spitzen im Zentrum. Auf den einzelnen Feldern des Unter- und Oberteiles querliegende schmale und quadratische Aussparungen mit eingezogenen Ecken, die jeweils mit Flechtwerk ausgefüllt sind. Unter dem Boden Inschrift in Rotlack: "11. zyklisches Jahr, erworben von Daohuang".

15
Deckelkasten
China, Qing-Zeit, Kangxi-Periode, 1719

Rotang-Geflecht mit Lackmalerei auf Schwarzlack "Kanton-Lack"
Höhe 27 cm

aus der Sammlung Carl Cords, Zoppot; Schenkung 1943
Inv. Nr. 11212

Auf einem zierlichen, gezargten Fußteil, wie wir es von Möbeln kennen, ein ovaler Kasten, Unter- und Oberteil ungefähr gleich hoch. Der Kasten ist achteckig. Jede Seite des Ober- und Unterteiles ist mit einem Rotanggeflecht gefüllt, das von Rotlack plastisch eingefaßt ist. Die Ecken sind jeweils eingezogen. Zur Betonung der beiden Teile ist eine schmale Dekorzone zwischen Unter- und Oberteil geschaffen. Auf der Oberseite eine Geburtstagsszene. Ein älteres Ehepaar sitzt in einer Halle. Sieben Männer und Knaben nähern sich zur Gratulation. Im Inneren des Hauses sieht man in einem Seitenflügel Bilder und Bildrollen auf zwei Tischen ausgebreitet.

16
Deckeldose
China, Ming-Zeit, vermutlich 1. Hälfte 17. Jahrhundert

Malerei auf Rotlack mit Flechtwerk
Maße: 13,5 x 29 x 29,5 cm

aus der Sammlung Dr. E.A. Voretzsch, Ankauf 1959
Inv. Nr. 12763

Deckelkasten auf rechteckigem, leicht schräg ansteigendem Fuß mit eingezogenen Ecken. Auf der Oberseite, umrahmt von falschem Mäander und "classic scroll", Landschaft in Grün, Rot, Blau und Gold: zwei Gelehrte, die dem Wein anscheinend zu sehr zugesprochen haben, werden von ihren Dienerknaben begleitet. Der Linke taumelt geradezu in seiner Trunkenheit, der Rechte muß sich auf seinen Diener stützen. Es könnte eine Frühlingslandschaft mit frischgrünen Trauerweiden dargestellt sein. Im rotlackierten Unterteil, umrahmt von Pflaumen und Kamelien, ein Lotosteich mit zwei Reihern, oben ein Bambuszweig und Granatapfelzweig.

17
Deckelkasten
China, Qing-Zeit, Kangxi-Periode, spätes 17./frühes 18. Jahrhundert

Rotlack mit Lackmalerei und Flechtwerk

Maße:15,5 x 51,5 x 22,5 cm
Höhe Deckel 10,5 cm

aus der Sammlung Dr. E.A. Voretzsch, Ankauf 1959
Inv. Nr. 11207

Langgestreckter rechteckiger Kasten mit wenig gebogtem Ausschnitt des Unterteils. Große Einsätze des Flechtwerks, mehr oder weniger die ganzen Seitenwände einnehmend. Auf der Deckeloberseite Malerei von Kamelien und Pflaume auf einem Felsen mit einem Vogelpärchen (Elstern). Blumen und Vögel waren ursprünglich in Gold über braunem Lack. Auf den Seiten und auf der Rückwand auf den Holzteilen geometrischer oder Blumendekor lediglich in schwarzen Linien.

18
Kasten
China, späte Kangxi-Periode, 1700-1730

Bemalter Schwarzlack mit Flechtwerk
Maße: 7 x 40 x 19,8 cm

aus der Sammlung Carl Cords, Zoppot; Schenkung 1943
Inv. Nr. 11209

Rechteckiger Kasten, gerade Seitenwände. Auf der Oberseite in Lambrequin-Form ein Vogelpärchen auf Kamelienzweigen. Die Ecken sind mit stilisierten Drachen in Grün und Gold ausgefüllt. Seitenwände Rotanggeflecht, umrandet von Relieflinien aus Trockenlackwülsten.

19
Sechs Teller
Ryûkyû, 19. Jahrhundert

Bambusflechtwerk mit Schwarzlack, Kindei und Goldmalerei

Höhe: 2,8 cm
Durchmesser: 13,2 cm

aus der Sammlung Carl Cords, Zoppot; Schenkung 1943
Inv. Nr. 11270-11275

Tellerchen mit Goldmalerei. Jeweils stark stilisierte "Chinoiserie"-Landschaften.

20
Fragment einer Truhe
China, Ende Ming, 17. Jahrhundert

Rotlack mit Malerei
Maße: 37 x 23 cm

aus der Sammlung Dr. E.A. Voretzsch, Ankauf 1959
Inv. Nr. 12937

Gerahmtes Fragment von der Oberseite einer Truhe. Auf einem stilisierten Felsen wächst ein Kamelienbaum, zwei ähnliche Vögel mit blauem Gefieder sitzen darin.

21
Kasten
Ryûkyû, 18. Jahrhundert

Lackmalerei mit Gold
Maße: 15 x 12 x 22,8 cm

aus der Sammlung Dr. E.A. Voretzsch, Ankauf 1959
Inv. Nr. 12762

Rechteckiges hohes Kästchen. Deckeloberseite durch zweifache Kehlung zur Wand hin abgesetzt wie auch Absetzungen zum Boden. Auf dem transparent gelackten braunen Holzgrund allseitig übergreifend Dekor von Siebenschläfern in Kürbisranken. Im Deckelinneren Goldmalerei auf Rotlack: "Chinoiserie"-Landschaft. Gleiches Dekor im Einsatz

22
Zwei Teller
Ryûkyû, Südchina, 17./18. Jahrhundert

Rotlack mit Goldmalerei
Höhe 3,5 cm
Durchmesser 15,5 cm

aus der Sammlung Dr. E.A. Voretzsch, Ankauf 1959
Inv. Nr. 12938, 12939

Teller mit siebenfach gelappter blütenförmiger Lippe, abgesetzter, fast gerader Rand, leicht geschweifte Leibung zum nochmals abgesetzten Spiegel hin. Im Spiegel selbst anscheinend ein Granatapfelzweig umgeben von stilisierten Wolken auf der Wandung. Auf dem Rand stilisierte Blumen.

23
Konfektkasten
Ryûkyû, um 1700

Verschiedenfarbiger Lack mit Mitsuda-e und Goldbemalung
Maße: 10,5 x 22,2 x 13,5 cm (breiteste Stelle)

aus der Sammlung Dr. E.A. Voretzsch, Ankauf 1959
Inv. Nr. 12769

Kästchen in Form eines Knotens. Gerade Seitenwände, plastisch ausgeformter Deckel, gekehlte Deckelabsetzung. Durch die "Verknotung" entsteht eine farbliche Dreiteilung: links gelblich-weiß, Mitte schwarz, rechts rotgrundig. In Aufsicht ergibt sich, daß der Schwarzlack im Zentrum der Darstellung steht, jedoch wiederholt sich ein rotes Kompartiment durch die "Verknotung". Umlaufender Dekor mit Landschafts-
"Chinoiserie".

24
Sieben Teller
Ryûkyû, 18. Jahrhundert

Schwarzlack mit Goldmalerei
Höhe 1 cm
Durchmesser 12,4 cm

aus der Sammlung Carl Cords, Zoppot; Schenkung 1943
Inv. Nr. 11258-11264

Die Teller 11258-11264 gehören zu einer Gruppe von sicherlich ehemals acht Stücken. Feine, größtenteils abgeriebene Goldmalerei ("Chinoiserie"-Landschaft). Auf dem Rand Dekorationen in Aussparungen, dazwischen liegen geometrische Muster in Art des Chinkin-bori.

25
Drei Tellerchen
Ryûkyû, 18. Jahrhundert

Schwarzlack mit Goldmalerei
Höhe 1 cm
Durchmesser 12,4 cm

aus der Sammlung Carl Cords, Zoppot; Schenkung 1943
Inv. Nr. 11265-11267

Teller aus einem größeren Satz, vermutlich von acht Stücken. Goldmalerei ("Chinoiserie-Landschaften"). Auf dem Rand Dekorationen in Aussparungen, dazwischen liegen geometrische Muster in Art des Chinkin-bori

26
Teller
Ryûkyû, 18. Jahrhundert

Schwarzlack mit Goldmalerei
Höhe 1 cm
Durchmesser 12,4 cm

aus der Sammlung Carl Cords, Zoppot; Schenkung 1943
Inv. Nr. 11268

Einzelstück aus einem größeren Satz, vermutlich von acht Stücken. Im Spiegel "Chinoiserie"-Dekor, am Rand je vier verschiedene Blütenzweige.

27
Kabinettschränkchen
Ryûkyû oder China, 19. Jahrhundert

Rotlack mit Goldmalerei
Maße: 37 x 32 x 22,2 cm

aus der Sammlung Carl Cords, Zoppot; Schenkung 1943
Inv. Nr. 11199

Kabinettschränkchen mit beweglichem Deckel und Türen. Auf den Türen und Seitenwänden Landschaften im Chinoiseriestil. Auf der Rückseite Lotos, Magnolie (?) und Kirsche (?). Auf der Deckeloberseite Palastszene. Auf der gekehlten Kante Kirschblüten, seitlich jeweils Glückssymbole. Vorderseite des Deckels Lotosblüte. Schwere originale Metallbeschläge.

28
Zwei Paneele aus einem Wandsch
China, 1. Hälfte 19. Jahrhundert

Schwarzmalerei mit Goldmalerei "Kanton-Lack"
Höhe ca. 203 cm
Breite 54 cm

Inv.Nr. 17077 a, b

Zwei beidseitig bemalte Paneele aus einem mindestens vierteiligen Wandschirm.
Auf der Vorderseite ist ein Brautzug in einer Stadtlandschaft in Art eines chinesischen Venedig dargestellt. Er überquert, von links kommend, eine kleine Brücke. Die Sänfte der Braut ist verhüllt, in ihrer Umgebung tragen Diener Lampions und Fächer mit verschiedenen Aufschriften:
"Taishidi" ("Großer Historiker"); "Huang" und "Fu" (vermutlich Offizier Huang; dieser Name erscheint auch am Palast im oberen Teil); "Fengzhi yingqin" (Auf kaiserlichen Befehl holen wir die Braut heim) sowie "Jin" (Gold) und "Qu" (Trommel).
Die Musikanten des Zuges sind in Gewänder gekleidet, wie sie sich in der chinesischen Oper finden. Zahlreiche Zuschauer haben sich auf Terrassen und Balkonen versammelt.
Die Spitze des Zuges ist im oberen Teil des Wandschirmes schon vor dem Haus des Vizepräsidenten angekommen. Da der Zug auf dem rechten Paneel unvermutet abbricht und auch auf der linken Seite das Ende des Zuges fehlt, muss der Wandschirm noch weitere Paneele besessen haben.
Oben und unten wird die Szene von einer Blumenborte mit Phönixen und Glückssymbolen eingerahmt, gefolgt von bandartig angeordneten Drachen und einer weiteren Blumenborte.
Auf der Rückseite erscheinen im oberen und unteren Teil in Reserven verschiedene Szenen, die nicht zu deuten sind. Das Hauptfeld zeigt eine bewegte Schlachtszene.

29
Deckelkasten
Kanton, Südchina, Qing-Zeit, 1. Hälfte 19. Jahrhundert

Schwarzlack mit Goldmalerei
Maße: 19,7 x 33,3 x 24 c

aus der Sammlung Carl Cords, Zoppot; Schenkung 1943
Inv. Nr. 11203

Rechteckiger Kasten. Auf Schwarzlackgrund feinste Goldmalerei. Auf dem Deckel und den Seiten jeweils Darstellungen von Kampfszenen des chinesischen Theaters. Auf dem Deckel ist diese Darstellung eingefaßt von einem Ornamentband aus Drachen. Auf den Seiten sind feinste Bambuszweige zu einem Ornamentband zusammengebracht. Im Inneren: Bambushain mit zwei Bauern. Alle Kanten im Inneren sind mit floralen Ornamenten ausgefüllt.

30
Deckeldose
China, Ming-Zeit, Wanli-Periode, 16. Jahrhundert

Schwarzlack mit farbiger Bemalung, Metalleinlagen und Perlmutt
Höhe 21 cm
Durchmesser 30 cm;
Durchmesser Boden 21 cm

aus der Sammlung Dr. E.A. Voretzsch, Ankauf 1959
Inv. Nr. 13748

Große, wuchtige, runde Deckeldose. Breitbauchiger unterer Teil, Boden ohne Standring. Deckel abgeflacht. Als Dekor auf Schwarzlack Haitang (engl. crab-apple) (Zweige, Blätter, Blüten und Früchte). Blätter: grün mit roter Umrandung. Früchte: rot mit Abschattierung wie auch die Blüten. Einzelne der Blätter sind in Perlmutt oder Metall eingelegt. Keine Binnengravierung des Perlmutt. Vermutlich Kosmetikdose.<

31
Tischchen
Ryûkyû, wohl 17. Jahrhundert

Brauner Lack mit Goldmalerei und Perlmutteinlagen
Länge Tischplatte 54 cm
Höhe 16,5 cm
Breite 37 cm

aus der Sammlung Dr. E.A. Voretzsch, Ankauf 1959
Inv. Nr. 12761

Niedriges Tischchen mit stark geschweiften Füßen. Platte, Seiten und Beine bedecken ein lockerer Dekor von Wein und Siebenschläfern. Freie Malerei. Einzelne Weintrauben sind in Perlmutt eingelegt und bieten so einen auffallenden Kontrast zur gedämpften Goldmalerei.

32
Deckelkasten
Ryûkyû, wohl 17. Jahrhundert

Lackmalerei mit Perlmutteinlagen
Maße: 9,5 x 19 x 13 c

aus der Sammlung Dr. E.A. Voretzsch, Ankauf 1959
Inv. Nr. 12760

Deckeldose, bei der Deckel und Unterseite die gleiche gewölbte Form haben. Gelb lackierter Grund, der nicht vollständig den Untergrund bedecken soll ("Pinselstrich"-Effekt). Die Darstellung ist eingeritzt, mit Rotlack untermalt. Als Dekor Weinlaub, Trauben und Siebenschläfer. Die Trauben sind verschiedentlich mit weißem Perlmutt eingelegt.

33
Kasten
China, frühes 17. Jahrhundert (noch Ming-Zeit)

Schwarzlack mit Perlmutteinlagen
Maße: 13,5 x 36 x 18,5 cm

aus der Sammlung Carl Cords, Zoppot; Schenkung 1943
Inv. Nr. 11204

Rechteckiger Kasten, auf dem Deckel auf Vorder- und Rückseite zwei Drachen, die um eine Glücksperle spielen, in stilisierten Wolken. Die Perlmuttstücke sind willkürlich gebrochen, Innendekor wurde graviert, die Perlmuttstücke wurden in die Grundierung eingelegt und anschließend nochmals überlackt.

34
Teller
Yuan oder frühe Ming-Zeit, China 14. Jh.

Schwarz- und Rotlack mit Perlmutteinlagen
Höhe 2 cm
Durchmesser 23 cm

aus der Sammlung Dr. E.A. Voretzsch, Ankauf 1959
Inv. Nr. 13751

Das handwerklich hervorragend gearbeitete und ungewöhnlich frühe Stück besticht auch durch den überaus subtil gearbeiteten Arabeskendekor der Fahne. Durch unsachgemäße Lagerung stark beschädigt, wurde der Teller für diese Ausstellung von Barbara Piert-Borgers wieder gefestigt und behutsam restauriert. Er war bereits 1935/36 in der Ausstellung &bdqou;Chinese Art“ der Royal Academy, London ausgestellt und wird im damals erschienenen Katalog sogar als &bdqou;perhaps Sung Dynasty“ bezeichnet.

35
Kabinettschränkchen
Ryûkyû oder China, 16./17. Jahrhundert

Schwarzlack mit Perlmutteinlagen
Maße: 43 x 42 x 24,5 c

aus der Sammlung Dr. E.A. Voretzsch, Ankauf 1959
Inv. Nr. 12756

Kleines Kabinettschränkchen, abgesetzter, erst gerade aufsteigender Fußteil, zu den Wänden hin leicht geschweift. Tür lose zum Einsetzen, mit gekehlt abgesetzter Begrenzung. Beschläge aus Kupfer. Die kleinen Ringhenkel auf einer dreiblättrigen Blüte befestigt.
Dekor auf der Vorderseite: Blüten, vermutlich Kamelien, mit zwei Vögeln und Bambus, eingefaßt durch eine ornamental abgesetzte Leiste. Auf den Seiten links und rechts Pflaume und Bambus, auf der Rückseite Bambuszweige. Auf der Oberseite identische Darstellungen wie auf der Türe, jedoch weniger ausführlich. Im Inneren auf den beiden Einlageböden Bambus und Pflaume. Auf dem Fußteil Blüten mit zipfligen Blättern und Stengeln mit faserigen Blättern. Auf den Seitenwänden, Türumrahmung sowie Oberseite geometrische Muster. Auf den Seitenwänden lambrequinähnliche Blütenranken, auf den Schultern schneckenartig aufgerollte Ranken.

36
Deckeldose
Ryûkyû, 1. Hälfte 17. Jahrhundert

Schwarzlack mit Perlmutteinlagen
Höhe 2,5 cm
Durchmesser 8,5 cm

aus der Sammlung Carl Cords, Zoppot; Schenkung 1943
Inv. Nr. 11224

Runde Dose mit leicht gewölbtem Deckel und flachem Boden. Die Seitenwände von Ober- und Unterteil in gleicher Linie. Im Spiegel abgesetzt durch ein Band mit einfachen geometrischen Mustern Kirschblüten unregelmäßig mit kurzen Zweigen und Blättern gestreut. An den Seiten Zirkelschlagornamente mit eingelegten Blüten aus rhombenförmig zugeschnittenem Perlmutt wie auf dem Band an der Oberseite. Im Inneren Schwarzlack.

37
Zwei quadratische Teller
China, Qing-Zeit, 18. Jahrhundert

Höhe 11 cm
Fläche 10,6 x 10,6 cm

aus der Sammlung Carl Cords, Zoppot; Schenkung 1943
Inv. Nr. 11243, 11244

Polierter Schwarzlack mit Einlagen aus irisierendem Perlmutt und feinem Blattgold. Sprünge im Lack an der Oberseite. Einfassung in versilbertem Blech.
Quadratische Form mit eingezogenen Ecken. Schräg aufsteigende Wandung. Auf der Rückseite kleine fußähnliche Absetzungen an allen vier Ecken.
Bei 11243 im Spiegel, umgeben von einer geometrischen Borte aus Perlmutt und Gold, ein barbarischer Krieger. In der Hand hält er vermutlich eine Waffe.
Er trägt ein Gewand mit Hosen und Stulpenstiefeln. Auf den Hosen ist ein Pferd eingraviert. Feine Gravur der Perlmutteinlagen, z.B. im bärtigen Gesicht.
Bei 11244 eine Frau in chinesischer Gewandung bei der Näharbeit (Satteldecke). Verschiedene Teile des Gewandes, Haarschmuck und Satteldecke in feinem Blattgold eingelegt, feine Gravierung des Gesichtes, Binnendetails von der Rückseite her graviert.

38
Deckeldose
China, 17./18. Jahrhundert

Schwarzlack mit Perlmutt, Gold und Silber
Höhe 3 cm
Durchmesser 6,8 cm

aus der Sammlung Carl Cords, Zoppot; Schenkung 1943
Inv. Nr. 11227

Knapper Standring, breit konisch aufsteigende Wandung, die senkrecht zur Staubleiste ansteigt. Der obere Teil wiederholt die Form des Unterteils. Im Zentrum des Deckels chinesische Dame vor einem Felsen. Die zum Gesicht erhobene Hand, die durch das Gewand verhüllt ist, könnte als Trauergeste gedeutet werden. Rechts davon ein Tisch mit einer Blumenvase. Umgeben wird diese Darstellung von einem Ornamentband mit gebogten Aussparungen, in denen sich Landschaften oder Blumen oder Zweige befinden. Der dazwischenliegende Raum wird mit einem Ornament, bestehend aus feinen Kreisen und Sternformen, ausgefüllt. An den Seitenwänden blütenähnliche Ranke im oberen und unteren Teil des Döschens, beides gleich gestaltet

39
Zwei Teller
Ryûkyû, 18. Jahrhundert

Schwarzlack mit Perlmutt und Silbereinlagen
Höhe 1,3 cm
Durchmesser 12,6 cm

aus der Sammlung Carl Cords, Zoppot; Schenkung 1943
Inv. Nr. 11245, 11246

Geschweifte Wandung, in die Lippe übergehend mit leicht hochgezogenem Rand. Auf der Lippe Bordüre mit geometrischem Muster. Um den Spiegel lockere Bordüre. Im Spiegel von 11245 sitzender Gelehrter mit einem Boy, der ihm einen glücksbringenden Pilz reicht. Angedeutete Landschaft. Der Boden ist durch feingranuliertes Perlmutt angedeutet in der Art japanischen Streulacks. Bei 11246 in einer Landschaft Gelehrter, der auf eine Päonienblüte herabblickt. Sein Boy trägt eine chinesische Zither. Am Himmel ein aus Perlmutt eingelegter Mond. Felsen, einige Bambusblätter und Teile der Kleidung in Silber eingelegt. Eingestreuter Perlmuttstaub.

40
Vase
Ryûkyû, 18. Jahrhundert

Schwarzlack mit Perlmutt und Silber über Porzellan
Höhe 38 cm
Durchmesser 21 cm
Durchmesser Öffnung 8,5 cm
Durchmesser Standring 15 cm

aus der Sammlung Carl Cords, Zoppot; Schenkung 1943
Inv. Nr. 10914

Über einer Porzellanvase ist ein polierter Schwarzlackgrund aufgetragen. Einlagen aus irisierendem Perlmutt und Silber.
Auf dem Fuß und im unteren Teil der Wandung Ornamentband. Auf der Leibung drei Gelehrte zusammen mit einem Dienerknaben, die in die Betrachtung des Mondes oder der Landschaft versunken sind. Bambushain, See mit gegenüberliegender Landschaft, Wolkenbänder oder Berge sowie der Boden sind durch grob granuliertes Perlmutt hergestellt worden. Die Felsen verschiedentlich mit Silber eingelegt, nicht jedoch der Mond, der eingelegtes Perlmutt ist. Auf der Schulter drei Ornamentbänder, auf dem Hals locker verteilt Bambusblattbüschel, einzelne Pflaumen und Kiefernnadeln. Oben abgeschlossen durch eine Ornamentborte.

41
Sechseckiger Kasten
Ryûkyû, 18./19. Jahrhundert

Schwarzlack mit Perlmutt, Gold- und Silberdraht
Höhe 17 cm
Durchmesser 14 cm (breiteste Stelle)
Höhe Einsätze 3,5 cm
Höhe Sockel 1,5 cm

aus der Sammlung Dr. E.A. Voretzsch, Ankauf 1959
Inv. Nr. 13752

Fünfstöckiger, sechseckiger Kasten aus poliertem Schwarzlack, Einlagen in irisierendem Perlmutt und Goldfolie. Auf der Oberseite des Deckels ist eine Landschaft mit Kiefern, Wasser und angedeuteten, in der Ferne liegenden Bergen dargestellt. Ein Mann in chinesischer Tracht und einem Fellschurz trägt eine Hacke über der Schulter. Ein Dienerknabe hält an einem langen Stab einen Korb mit Pflanzen. Auf der Außenwandung der einzelnen Einsätze und des Deckels, jeweils ornamental die Fläche füllend, sechs Chrysanthemen (oder stilisierter Lotos).

42
Schale
Ryûkyû, 18. Jahrhundert

Schwarzlack mit Perlmutt, gold und Silber
Höhe 7 cm
Durchmesser Öffnung 12 cm
Durchmesser Standring 5,5 cm

aus der Sammlung Carl Cords, Zoppot; Schenkung 1943
Inv. Nr. 11230

Schale aus poliertem Schwarzlack mit Einlagen aus irisierendem Perlmutt, feiner Silber- und Goldfolie. Im Inneren der Schale mit versilbertem Kupferblech ausgekleidet. Standringeinfassung versilbertes Kupferblech. Unter dem Standring das Zeichen für "langes Leben" in feinem Goldblech. Um die Leibung umlaufender Landschaftsdekor. Vermutlich ist der Besuch eines Gelehrten bei seinem Freund dargestellt. Vor einer Felsgruppe mit Bäumen sieht man in einer Klause einen Gelehrten mit einem Buch. Ein Dienerknabe fegt den Hof. Das Gehöft liegt am Rande eines Sees, an dessen Ufer neben einem Wutong-Baum auch eine Trauerweide steht. Über den Teich führt ein schmaler Steg. Am anderen Ufer ebenfalls unter einer Trauerweide schreitet ein Gelehrter mit einem Wanderstab auf den Steg zu. Sein Diener, mit einer Zither unter dem Arm, führt sein Pferd am Zügel. Auf dem See sieht man ein Fischerboot mit einem Angler und einem Ruderer. Im Hintergrund erscheinen flache baumbestandene Hügel. Neben dem Gehöft ist in goldenen Schriftzeichen ein Gedicht zu lesen.

43
Schale
Ryûkyû, 18. Jahrhundert

Schwarzlack mit Perlmutt und Gold
Höhe 5,2 cm
Durchmesser 9,5 cm
Durchmesser Standring 5 cm

aus der Sammlung Carl Cords, Zoppot; Schenkung 1943
Inv. Nr. 11229

Schale aus poliertem Schwarzlack mit Einlagen aus irisierendem Perlmutt und Goldfolie. Inneres der Schale mit versilbertem Blech ausgekleidet, ebenso unter dem Boden. Die Wandung eingefaßt von einer Ornamentborte an der Lippe, im unteren Teil eine Landschaft mit Felsen, Weidenbäumen und Kiefern. Ein Gelehrter auf einem Pferd wird von zwei Dienerknaben begleitet.

44
Acht quadratische Teller
Ryûkyû, 19. Jahrhundert

Schwarzlack mit Perlmutt und Silberpapier
Höhe 1,3 cm
Fläche 11 x 11 cm

aus der Sammlung Carl Cords, Zoppot; Schenkung 1943
Inv. Nr. 11250-11257

Teller aus poliertem Schwarzlack mit Einlagen aus irisierendem Perlmutt und mattem Silber. Auf der Wandung innen Ornamentborte. Spiegel umgeben von einer einfachen geometrischen Ornamentborte. Im Spiegel Landschaften im Stil der "Chinoiserie" mit Gebäuden und Gelehrten.

45
Zwei Schalen
Ryûkyû, 19. Jahrhundert

Schwarzlack mit Perlmutt und Silber
Höhe 4,8 cm
Durchmesser 9,5 cm (breiteste Stelle)

aus der Sammlung Carl Cords, Zoppot; Schenkung 1943
Inv. Nr. 11239, 11240

Schalen in Form eines Pfirsichs mit kurzem geraden Standring, der die Pfirsichform ebenfalls aufnimmt. Die Dekorzone der Leibung ist oben und unten von einer Ornamentborte abgeschlossen. Auf der Schale 11239 inmitten einer angedeuteten Landschaft aus Kiefern und Felsen Blumen und ein Mond über einem Rinderpaar. Die beiden Rinder gehen in eine Richtung, wobei das erste den Kopf nach hinten dreht. Auf der Schale 11240 inmitten einer angedeuteten Landschaft aus Kiefern und Felsen Blumen und ein Mond über einem Vogelpaar. Die beiden Vögel stehen gegenständig, d.h. sie drehen sich die Rücken zu. Diese Darstellungsweise eines Vogelpaares ist ungewöhnlich.

46
Kleiner Teller
China, 1. Hälfte 18. Jahrhundert

Schwarzlack mit Bourgauté und Gold
Höhe 1,3 cm
Maße: 9,8 x 12,1 cm

aus der Sammlung Carl Cords, Zoppot; Schenkung 1943
Inv. Nr. 11242

Ovaler kleiner Teller mit geschweifter Wandung und flachem Standring. Der Spiegel ist mit einem feinen eingelegten Muster von Sternen überzogen. Im Zentrum zwei alte Bronzegefäße: das zweihenklige Gui und die kannenähnliche Form He. Davor ein Kinderspielzeug, eine Taube mit ihrem Jungen, rechts und links mit großen Rädern versehen. Unterseite außer der Signatur nur Schwarzlack.

47
Zwei Schnupftabakfläschchen
China oder Ryûkyû, 18. Jahrhundert

Schwarzlack mit Perlmutt- und Goldeinlagen
Höhe 5,9 cm
Breite 3,9 cm

aus der Sammlung Carl Cords, Zoppot; Schenkung 1943
Inv. Nr. 11276, 11277

Schnupftabakfläschchen mit flachgedrücktem runden Körper und kleiner ovaler Standfläche. Leicht konischer Hals und flachrunde Deckelstöpsel. Die Fläschchen sind mit einem ornamentalen Dekor komplett überzogen. Entweder chinesisch oder Ryûkyû als Export nach China.

48
Deckeldöschen
China, 18. Jahrhundert

Schwarzlack mit Perlmutt- und Goldeinlagen
Höhe 1,5 cm
Durchmesser 4,2 cm

aus der Sammlung Carl Cords, Zoppot; Schenkung 1943
Inv. Nr. 11228

Flachrundes Döschen, Deckel und Unterteil gleich groß und hoch. Im Inneren im Deckel und Unterteil je ein Blütenzweig.

49
Tischstellschirm
Ryûkyû, spätes 18./Anfang 19. Jahrhundert

Schwarzlack mit Einlagen von Perlmutt und Halbedelsteinen
Höhe 25,5 cm

aus der Sammlung Carl Cords, Zoppot; Schenkung 1943
Inv. Nr. 11286

Tischstellschirm, Seitenteile in Form von Flaschenkürbisvasen. Auf der Vorderseite von einem Rhombenmuster in Bourgauté-Perlmutt eingefaßte Darstellung: ein "Barbar" mit einem Vogel auf der Hand. Rechts ein Hase. Der Mann hat große runde Augen und Locken. Er trägt ein langärmeliges Hemd, eine hüftlange Jacke mit Halstuch, einen grünen Gürtel und Kniebundhosen und Stiefel. Auffallend sind der große Ohrring und das merkwürdige Stirnband sowie das leicht gebogene Schwert. Vielleicht Darstellung eines indischen Falkners, wie wir sie öfters auf Europäer-Bildern in Ukiyoe-Darstellungen finden. Auf der Rückseite in dicker brauner Lackpaste ein Pflaumenblütenzweig eingelegt.

50
Zwei Tischstellschirme
China, um 1800

Schwarzlack mit Einlagen von Perlmutt und Halbedelsteinen
Maße: 13,5 x 24,5 cm

aus der Sammlung Carl Cords, Zoppot; Schenkung 1943
Inv. Nr. 11284, 11285

11284
Vorderseite: Darstellung einer Landschaft, Rückseite:Vase mit Päonien und Malven.

11285
Vorderseite: Darstellung einer Landschaft, Rückseite:Vase mit Päonien und Malven.

Eingestreuter Perlmuttstaub, feine Ritzzeichnung, die mit Rot ausgerieben ist. Die Darstellungen ähneln stark den "Chinoiserien" der Lack-Bourgauté aus Ryûkyû, jedoch ist die Platte vermutlich chinesisch.

51
Tischstellschirm
Ryûkyû, 19. Jahrhundert

Schwarzlack mit Einlagen von Perlmutt und Halbedelsteinen
Höhe 25 cm

aus der Sammlung Carl Cords, Zoppot; Schenkung 1943
Inv. Nr. 11287

Tischstellschirm mit durchbrochenem Fuß. Auf der Vorderseite, eingefaßt von einer geometrischen Borte in, ein Unsterblicher mit einem Pfirsich in der Hand. Ein Mädchen bietet ihm Pfirsiche auf einem großen Lotosblatt dar. Auf der Rückseite in Perlmutteinlage Schriftzeichen. Rotes Siegel.

52
Große Deckeldose
China, Qing-Zeit, Qianlong-Marke und -Periode (1836-1895)

Roter Schnitzlack, innen und am Boden Schwarzlack
Höhe 20,5 cm
Dm 28,5 cm

Dauerleihgabe aus der Sammlung Alfons Mumm von Schwarzenstein

Das hervorragend gearbeitete Stück zeigt fünfklauige Drachen in Wolken vor einem aus einem Rautennetzwerk aufgebauten, stilsierten Wellengrund. Eine Sechszeichenmarke der Qianlong-Periode befindet sich am Boden. Im Inneren des Deckels eine weitere Marke: Jiu long bao he ("Neun-Drachen-Schatz-Kästchen"). Das Stück ist aus dem Besitz des 1859 in Frankfurt geborenen Gesandten Alfons Mumm von Schwarzenstein, der nach dem Boxeraufstand und der Ermordung seines Amtsvorgängers von 1900 bis 1905 deutscher Gesandter in Peking war und enge persönliche Beziehungen zur Kaiserinwitwe Cixi (reg. 1835-1908) unterhielt, der faktischen Regentin Chinas bis zum Zusammenbruch des Mandschu-Reiches. Dies lässt auch vermuten, das die Deckeldose aus dem Umkreis des kaiserlichen Haushalts stammt.

53
Vierteiliger Wandschirm
China, Qing-Zeit, Frühes 18. Jahrhundert

Lack mit Goldmalerei auf Holz
Rahmen aus Eschenholz, vermutlich Berlin, um 1715
Höhe 145 cm
Breite 204 cm

Ankauf 1974, Kunsthandlung W. Henrich Frankfurt am Main
Inv. Nr. 13523