Das Teehaus

Kengo Kuma schreibt Gestaltungsprinzipien des traditionellen Teehausbaus fort und weist gleichzeitig einen ganz neuen Weg. Dieses Teehaus erhebt sich nicht als feste Holzkonstruktion, sondern entfaltet sich als luftgetragene Form. Wird ein Ventilationssystem aktiviert, so erwächst das Teehaus wie eine weiße Blüte aus High Tech Textil. Im Inneren finden neun Tatami Matten, der elektrisch beheizbare Herd für den Wasserkessel, eine Tokonoma Nische und ein Vorbereitungsraum auf ca. 20 qm Platz. Die integrierte LED-Technik ermöglicht die Nutzung auch bei Nacht, eine Beheizung über die Hülle ist möglich.

Die Nutzung des Teehauses findet zu angekündigten Terminen statt. Die Architektur wird nur bei Bedarf verwendet und ist sonst verborgen. Darüber hinaus kann das Teehaus gemietet werden.

Das Finanzierungskonzept der Historischen Villa Metzler

Das Finanzierungskonzept der Historischen Villa Metzler steht auf vielen Füßen. Denn die Stadt Frankfurt und in besonderer Weise die durch den Kunstgewerbeverein gegründete „Gemeinnützige Gesellschaft Historische Villa“ haben sich hier beteiligt.
So ist die Villa zukünftig nicht nur ein Ort des kultivierten Austauschs, sondern auch Zeugnis hochherzigen Bürgersinns.

Bis heute ist das Kulturleben in Frankfurt eine Verschmelzung von städtischem Engagement und Bürgergesellschaft und wird durch eine komplexe Kulturförderung von Stadt, Staat, Mäzenen, Sponsoren und Stiftungen getragen. Bürgerschaftliches Engagement sowie Mäzenatentum haben in Frankfurt eine lange Tradition. Denn Frankfurt war bis 1867 freie Reichsstadt. Damit war Frankfurt schon immer vor andere Herausforderungen gestellt als andere Städte.

Der erste Weltkrieg

Nach dem Ersten Weltkrieg konnte der Mitteldeutsche Kunstgewerbeverein das Museum nicht weiter finanzieren. 1921 ging es in das Eigentum der Stadt Frankfurt über. Rechtzeitige Auslagerung wegen des Zweiten Weltkriegs rettete die Sammlung weitgehend, während Gebäude und Bibliothek zerstört wurden.  strategise-865006_640

Bis 1967 war das Museum nur durch große Wechselausstellungen im Karmeliterkloster präsent, dann erhielt es die Villa Metzler. Neubaupläne scheiterten immer wieder aus Geldgründen, bis 1985 durch den unermüdlichen Einsatz der Direktorin Annaliese Ohm der in einem Wettbewerb ermittelte heutige Neubau von Richard Meier eingeweiht werden konnte.