Geschichte

Das inzwischen als Museum für Kunsthandwerk Frankfurt am Main bekannte Haus wurde im II. Weltkrieg zerstört. Erst 1965 konnten wieder Teile der Sammlung in der Villa Metzler am Schaumainkai gezeigt werden. Die provisorische Unterkunft in dem 1803 erbauten Frankfurter Bürgerhaus erlaubte es allerdings nur, einen Bruchteil der Schätze auszustellen.

Das neue Konzept

Ab April 2013 zeigt das Museum für Angewandte Kunst Frankfurt sein neues Gesicht. Nach Plänen des neuen Direktors Matthias Wagner K wird es zum Möglichkeitsraum, zum Ort für sinnliche Denk- und Erfahrungsräume, für Prozesse, Forschung, Aus- und Verhandlungen.

Ausgangspunkt der Neugestaltung

Ausgangspunkt der Neugestaltung bildet die radikale und zugleich sorgfältige Sanierung der Innenräume des 1985 nach Plänen des Stararchitekten Richard Meier errichteten Museumsgebäudes, die den Rückbau sämtlicher Verbauungen hin zum Originalzustand der neomodernen Architektur Meiers zum Ziel hat.
Um die so wiederhergestellte Transparenz des Gebäudes, seine wieder geöffneten Sichtachsen und möglichen Blicke in den Außenraum beibehalten zu können und dennoch den Ausstellungsobjekten angemessenen Lichtschutz zu gewähren, wird anschließend eine flexible Raum-in-Raum-Architektur zur Präsentation der Exponate installiert, während die eigentliche Architektur des Gebäudes unangetastet bleibt.

Die neue Präsentation löst sich von der herkömmlichen strikten Einteilung nach Stilepochen und Geografien und setzt stattdessen auf temporäre thematische Raummodule, innerhalb derer eine schier endlose Fülle an Ausstellungsereignissen erarbeitet werden kann.
Dafür wurden mit Blick auf den äußerst heterogenen Sammlungsbestand 12 übergeordnete Themenfelder entwickelt, die es erlauben, den Dingen von gestern im Heute eine Bedeutung zu geben, das Vorhandene und Leihgaben in unterschiedlichster Kontextualisierung zu präsentieren. Zudem werden die Themen Mode, Körper, Performatives und Design stärker in den Vordergrund gerückt und vermehrt Bezüge zur Alltagswirklichkeit der Besucher hergestellt.

Die Villa

Die Villa selbst erhebt sich über dem nordöstlichen Eckquadrat und bestimmt somit nicht nur den Maßstab des Rasters, sondern ist auch in selbiges integriert. Sie wird von einem L-förmigen Hof umgeben, dessen Fläche den angrenzenden drei Quadraten des Rasters entspricht. Die übrigen zwölf Quadrate dienen dem Erweiterungsbau als Grundfläche.
Markant am Neubau sind seine Eckkuben, die neben dem Grundriss der Villa auch ihre Gebäudehöhe und Fassadengestaltung abstrakt wiederholen.

Vom Barock zum Bauhaus – Die Epochenräume in der Historischen Villa Metzler

Führungen sonntags, 14.30 Uhr
Auf Anfrage können Führungen außerhalb der Öffnungszeiten gebucht werden.